Sanierung und Ertüchtigung tragender Holzbauteile
Bestehende Holzkonstruktionen erhalten. Tragfähigkeit sichern. Schäden fachgerecht sanieren.
Tragende Holzbauteile leisten oft über Jahrzehnte zuverlässig ihren Dienst. Dennoch können im Laufe der Zeit Schäden entstehen: durch Feuchtigkeit, klimatische Wechselbeanspruchung, Planungs- oder Ausführungsfehler, nachträgliche Eingriffe, Überlastung oder Materialermüdung.
Leidorf erweitert sein Leistungsspektrum um die Sanierung und Ertüchtigung tragender Holzbauteile. Im Mittelpunkt stehen dabei die fachgerechte Analyse, Bewertung und Instandsetzung von Holzkonstruktionen – insbesondere von tragenden Bauteilen aus Brettschichtholz.
Wenn tragende Holzbauteile Schäden zeigen
Risse, offene Klebefugen, Schubschäden oder Verformungen sind nicht nur optische Themen. Sie können Hinweise auf eine statisch relevante Schwächung des Bauteils sein.
Typische Schadensbilder sind zum Beispiel:
- Risse in Brettschichtholzträgern
- Schwindrisse durch niedrige Luftfeuchte
- Fugenrisse und Holzrisse
- Schubrisse und Schubbrüche
- Querzugrisse
- Schäden im Bereich von Auflagern und Verbindungen
- Schäden durch nachträgliche Durchbrüche oder Ausklinkungen
- Fehlerhafte Verklebungen oder Lamellen
- Feuchteschäden während Bauphase oder Nutzung
- Stoß- und Anfahrschäden
Entscheidend ist: Nicht jeder Riss ist gleich. Und nicht jede Sanierungsmethode passt automatisch zu jedem Schadensbild.
Erst analysieren. Dann sanieren.
Eine tragfähige Sanierung beginnt nicht mit der Reparatur, sondern mit dem Verstehen des Schadens.
Leidorf betrachtet daher zuerst das Bauteil, das Schadensbild und die mögliche Ursache. Auf dieser Grundlage kann gemeinsam mit Tragwerksplanung und Fachbeteiligten entschieden werden, welche Sanierung oder Verstärkung technisch sinnvoll ist.
Der Ablauf:
- Schadensaufnahme
- Bewertung der Ursache
- statische Beurteilung
- Auswahl der passenden
- Sanierungsmethode
- fachgerechte Ausführung
- Qualitätssicherung
- Dokumentation
So entstehen Lösungen, die nicht nur kurzfristig reparieren, sondern die Tragfähigkeit und Gebrauchstauglichkeit des Bauteils langfristig sichern.
Mögliche Sanierungsmethoden
Je nach Schadensbild kommen unterschiedliche Verfahren zum Einsatz. Dazu gehören unter anderem:
Rissverpressung
Dabei werden geeignete Risse mit Klebstoff vollständig ausgefüllt, um die Tragfähigkeit des geschädigten Bauteils wiederherzustellen. Die Methode kann bei passenden Voraussetzungen sehr wirkungsvoll sein, ist aber kein universelles Sanierungsmittel.
Schäftung und Querschnitts-Teilerneuerung
Stark geschädigte Bereiche können durch eine fachgerecht ausgeführte Teil-Erneuerung ersetzt werden. Diese Methode erfordert hohe Präzision in Planung, Vorbereitung und Ausführung.
Seitlich aufgeklebte Verstärkungen
Bei lokalen Schäden oder zur Verstärkung können zusätzliche Bauteile seitlich aufgebracht werden. Diese Lösung ist technisch oft effizient, muss aber besonders bei sichtbaren Konstruktionen gestalterisch bewertet werden.
Eingeklebte Stahlstäbe, Gewindestangen oder Betonrippenstahl
Innenliegende Verstärkungen ermöglichen in vielen Fällen eine technisch leistungsfähige und optisch zurückhaltende Ertüchtigung. Auch hier sind Schadensbild, Bohrbedingungen, Querschnitt und statische Anforderungen entscheidend.
Sanierung im Bestand als Zukunftsaufgabe
Der Erhalt bestehender Holzkonstruktionen wird immer wichtiger. Nicht jedes geschädigte Bauteil muss ersetzt werden. Oft ist eine gezielte Sanierung oder Verstärkung die wirtschaftlichere, ressourcenschonendere und technisch überzeugendere Lösung.
Gerade im modernen Holzbau ist das ein wichtiger Schritt: Bestand erhalten, Material weiter nutzen und Tragfähigkeit gezielt wiederherstellen.
Leidorf verbindet Erfahrung im Holzbau mit präziser Ausführung, technischem Verständnis und einem klaren Blick für die Anforderungen tragender Konstruktionen.
Leidorf – Sanierung tragender Holzbauteile
Für Bauherren, Planer, Statiker, Hallenbetreiber und Holzbauunternehmen bietet Leidorf künftig Unterstützung bei der Sanierung und Ertüchtigung tragender Holzbauteile.
Von der Schadensanalyse bis zur Ausführung steht dabei immer eine Frage im Mittelpunkt:
Welche Maßnahme ist für dieses Bauteil technisch richtig, dauerhaft sinnvoll und sauber ausführbar?
Die Grundlage für diesen neuen Leistungsbereich bildet unter anderem der Sanierungslehrgang „Sanierung und Ertüchtigung tragender Holzbauteile“ der MPA Universität Stuttgart in Zusammenarbeit mit der Studiengemeinschaft Holzleimbau e.V. vom März 2026.
